Es geht die Autobahn, der echten „Panamericana“, immer weiter Richtung Lima. Bevor wir uns in das wilde Gewimmel von Lima wagen, müssen wir mal wieder Vorräte aufstocken. Über Google Maps Satellit alles ausgekundschaftet und dann doch alles anders. Die Parkplatzwärterin möchte uns auf dem großen, leeren Parkplatz nicht haben…
Es geht weiter und finden noch einen weiteren Supermarkt, der gnädig ist und uns parken lässt. Wir sind in Huaral. Eine kleine nicht sehr einladende Stadt. Es fällt ein Schuss ganz in der Nähe und aus den aufgeschreckten Gesichter der Sicherheitsleute, entnehmen wir, Einkaufen und dann schnell weiter. Diese Nacht stehen wir mal wieder Idyllisch an einer gigantischen Tankstelle. Es dauert nicht lang und wir sind umzingelt von riesigen Trucks. Uns soll es recht sein, je mehr, desto sicherer fühlen wir uns. Eine ruhige Nacht ist aber natürlich etwas anderes.

Es geht nach Lima:
Es geht die letzten Kilometer nach Lima. Es sind noch ca. 100 km, doch 60 km geht es dabei alleine durch Stadt. In unserer App sehen wir, ein Warnsymbol nach dem anderen. Korrupte Polizei hier, Überfall dort. Gut vorbereitet, machen wir uns also auf den Weg. Ein Polizeiposten passieren wir, doch glücklicherweise möchte nur einer davon meinen Führerschein und Fahrzeugpapiere sehen. Natürlich immer nur Kopien. Eine Weisheit unter Reisenden, Originale werden nicht herausgegeben. 60 km vor unserem geplanten Stopp, verlassen wir die Autobahn und tauchen in das wilde Industriegebiet von Lima ein. Wir fühlen uns zwar nicht unbedingt unsicher, doch definitiv ein Ort für rein und schnell wieder raus. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kommen wir an einem öffentlichen Parkplatz an. Gut bewacht durch Sicherheitskräfte und Polizei fühlen wir uns sehr sicher. So sicher, dass wir sogar Greeny alleine lassen und in das naheliegende Einkaufszentrum schlendern.
Manchmal frage ich mich, sollte man es schreiben, dass man sich unsicher fühlt bzw. nur sicher, wenn der Parkplatz 24 Stunden von mehreren schwer bewaffneten Sicherheitsleuten bewacht wird doch die Realität zeigt, ja es ist nötig.


Erst heute haben wir wieder in den verschiedenen Gruppen von Leuten gelesen, wie das Leben in Lima wirklich ist.
Hier ein paar Eingebungen, von Leuten, die wirklich in Lima leben:
„Katastrophal, aber meistens wird man nicht abgeschossen an sei denn man wehrt sich oder weigert sich Schutzgeld zu bezahlen. Wenn man ein Geschäft hat, und gleich an mehrere Banden Schutzgeld zahlen muss, kannst du auch gleich wieder aufgeben.“
„Erheblich schlechter als vor 10 Jahren. Augen muss man auch in den besten vierteln offen halten und Kinder lieber nicht unbeaufsichtigt lassen. Bewaffnete Überfälle können immer, überall und auch im Auto passieren.“
Warum wir die Kommentare aufführen, garantiert nicht um Angst zu machen. Viel mehr um aufzuzeigen, dass das die Realität ist. Eine Realität, die man sicher immer im Hinterkopf halten sollte, wie gut wir es doch in Deutschland haben, auch wenn vielleicht nicht alles perfekt ist.
Doch wir möchten sagen, wir haben uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt und fanden, dass Lima eine tolle Stadt ist.



Von unserem schönen Strandparkplatz geht es nur ein paar Kilometer weiter zum „Club de Alemania“. Ein bekannter Anlaufpunkt für alle DEUTSCHEN reisenden. Warum ich es so betone? Nun ja hier kommt man nur rein, wenn man einen deutschen Ausweis besitzt. Warum wir überhaupt hier her wollen, zum einen, er liegt mitten in der Stadt und man ist mit Uber sofort an allen Sehenswürdigkeiten und zum anderen gibt es heiße Duschen, und zwar so lange man will. Ein seltener Luxus, den man aber gerne annimmt, wo es zu allem Überfluss auch Kostenlos ist. Wir müssen den Club einmal umrunden und fahren immerzu an einer mindestens fünf Meter hohen Mauer inkl. Stacheldraht und Stromzaun vorbei. Ein Wachmann lässt uns auf den Parkplatz fahren.
So sicher waren wir definitiv auf der ganzen Reise noch nicht gestanden. Fühlen uns aber im Gegenzug, als wären wir im Gefängnis. Der Klub ist eine Spielwiese für alle die, die es sich leisten können. Tennisplätze, Fußplatz, Sauna, Schwimmbad und vieles mehr.



Wir buchen uns für zwei Tage einen Tourbus, der uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten bringt. Erst erkunden wir ausgiebig die Altstadt von Lima. Danach besuchen wir noch kulturellen Städten und lassen uns die unendlich vielfältige kulinarische Welt Perus schmecken. Natürlich genießen wir auch ein Ceviche. Ceviche wird traditionell aus rohem Fisch zubereitet und mit Zitrusfrüchten wie Limetten angerichtet. Es gibt es an jeder Straßenecke, doch wir trauen es uns nur in einem vollgestopften Touristenlokal zu probieren.


Hier noch einen kurzen Wissensbooster über Lima:
Lima ist riesig. Laut, wuselig, manchmal überfordernd, aber definitiv spannend. Mit über 10 Millionen Menschen ist sie nicht nur die größte Stadt Perus, sondern auch eine der größten Metropolen Südamerikas. Hier trifft koloniale Geschichte auf graue Wolken, Streetfood auf Nobelrestaurants und Verkehrschaos auf echte Lebensfreude.
Gegründet wurde Lima 1535 von Francisco Pizarro und war über Jahrhunderte das politische und wirtschaftliche Zentrum des spanischen Kolonialreichs in Südamerika. Noch heute sieht man das in der Altstadt, wo imposante Kolonialbauten, Kirchen und der riesige Plaza Mayor an vergangene Zeiten erinnern.
Wer durch die Stadt fährt (Achtung, Nerven behalten!), merkt schnell: Lima ist ein Moloch. Aber einer, der viel zu bieten hat. Besonders das Viertel Miraflores direkt an der Steilküste ist ein beliebter Anlaufpunkt. Modern, grün und voller Cafés. Der Blick aufs Meer ist spektakulär, vor allem bei Sonnenuntergang. Und wer’s alternativ mag, landet in Barranco, dem kreativen Künstlerviertel mit viel Streetart und Hippie-Flair.
Und dann wäre da noch das Essen! Lima gilt als eine der kulinarischen Hauptstädte der Welt. Ceviche ist hier quasi Pflicht und auch sonst reiht sich in der Stadt ein Restaurant-Highlight ans Nächste.
Kurz gesagt: Lima ist nicht unbedingt Liebe auf den ersten Blick, aber auf den zweiten wartet so einiges.

Auf zur Laguna de Huacachina:
Unser nächste übergeordnetes Ziel heißt Cuzco. Knappe 1.200 km trennen uns noch davon. Die ersten 500, bleiben wir noch nah an der Küste und versuchen ordentlich Strecke zu machen.
Bevor wir aber wieder in die Berge eintauchen, gibt es noch zwei spannende Orte.
Es geht als Erstes nach Ica. Genauer an die Laguna de Huacachina.
Huacachina ist eine kleine Oase mit Palmen, Sanddünen und einer türkisgrünen Lagune, als hätte jemand vergessen, sie wieder aus der Kulisse eines Films zu löschen.
Der Legende nach entstand die Lagune, als eine schöne Prinzessin beim Baden gestört wurde, flüchtete und ihren Spiegel fallen ließ. Aus dem dann die Lagune entstand. Ob wahr oder nicht, die Szenerie wirkt tatsächlich magisch.
Rund um die Lagune stehen kleine Hostels, Bars und Restaurants, alles wirkt ein bisschen verschlafen, bis der Nachmittag kommt. Dann erwacht Huacachina zum Leben. Überall röhren die Motoren der Sandbuggys, die mit Vollgas durch die Dünen brettern. Wer will, kann auf dem Board die steilen Sandhänge hinuntersausen, was hier schon fast Pflicht ist.

Die Dünen sind riesig. Wer’s lieber ruhig mag, kann auch einfach zu Fuß auf eine der höchsten steigen und den Sonnenuntergang über der Wüste bestaunen. Der Blick von oben auf die kleine Lagune inmitten endloser Sandberge ist wirklich beeindruckend.
Auch wenn Huacachina kein Geheimtipp mehr ist, die Kulisse ist einmalig. Und irgendwie ist es einfach verrückt zu sehen, wie mitten in dieser trockenen Umgebung ein so lebendiger, grüner Fleck Erde existiert.

So idyllisch die kleine Oase auf Fotos wirkt, die Realität ist ein bisschen komplizierter. Die Lagune von Huacachina war ursprünglich ein natürlicher See, gespeist von unterirdischen Wasserquellen. Doch seit den 1980er-Jahren versiegte der Wassernachschub durch Übernutzung der Brunnen in der Region. Heute wird das Wasser der Lagune künstlich aufgefüllt, damit sie nicht austrocknet.
Der Tourismus ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits lebt fast das gesamte Dorf von Besuchern, die wegen Sandboarding und Buggy-Touren kommen. Andererseits leiden Umwelt und Natur stark unter dem Ansturm. Der ständige Buggy-Verkehr zerstört die Dünenlandschaft, und Abfälle belasten die empfindliche Oase zusätzlich.
Trotzdem bleibt Huacachina ein faszinierender Ort und ein Beispiel dafür, wie stark Natur und Mensch hier miteinander verflochten sind. Wer die Lagune besucht, erlebt also nicht nur ein Abenteuer in den Dünen, sondern auch ein Stück Realität darüber, wie Tourismus eine Landschaft prägen kann. Im Guten wie im Schlechten.


Wir müssen offen zugeben, wir haben ebenfalls eine Buggy-Tour gemacht und es hat wahnsinnigen Spaß gemacht. Wir haben jetzt doch schon einige Wüstenlandschaften gesehen, doch als uns das Buggy tiefer in die Sandwüste gebracht hat, bemerkt man erst, wie wunderschön doch diese Lebensfeindliche Landschaft sein kann. Wir erleben den Sonnenuntergang mitten in der Wüste. Feuerrot versinkt die Sonne hinterm Horizont. Davor veranstalten die Dünen ein spektakuläres Schatten Schauspiel. In den verschiedensten Farben leuchten die Dünen. Sicherlich eines der Erlebnisse, die wir nie wieder vergessen werden.



Nach zwei Tagen sandiger Faszination geht es weiter zu einer der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Peru. Es geht zu den Nazca-Linien.
Die Faszinierenden Nazca-Linien:
Stellt euch vor, ihr steht mitten in einer endlosen, trockenen Wüste und unter euren Füßen liegt eines der größten Rätsel der Menschheit. Die Nazca-Linien. Diese gigantischen Scharrbilder ziehen sich über Hunderte Quadratkilometer in der Wüste Südperus. Erst aus der Luft erkennt man ihre wahre Dimension. Riesige Figuren von Tieren, Pflanzen und geometrischen Formen, die bis zu 300 Meter groß sein können.
Entstanden sind sie vor über 2.000 Jahren, zwischen 200 v. Chr. und 600 n. Chr., von der Nazca-Kultur. Mit einfachen Werkzeugen haben die Menschen damals die dunkle Steinschicht der Wüste abgetragen und den helleren Boden darunter freigelegt und so Bilder geschaffen, die bis heute erhalten sind.
Warum sie das getan haben? Genau das ist das große Rätsel. Manche Forscher glauben, es waren religiöse Rituale, verbunden mit Wasser und Fruchtbarkeit. Andere vermuten astronomische Markierungen oder sogar eine Art Kalender. Fakt ist, bis heute weiß niemand sicher, was die Nazca-Linien wirklich bedeuten.
Die bekanntesten Figuren sind der Kolibri, der Affe, die Spinne oder auch ein riesiger Kondor. Die aber nur durch ein Flugzeug sichtbar sind, da Man mit dem Fahrzeug nicht so tief in die Wüste kommt. Manche wirken fast spielerisch, andere hochpräzise, als hätten die Menschen schon vor 2.000 Jahren eine Vision gehabt, die weit über den Horizont hinausging.

Seit 1994 gehören die Nazca-Linien zum UNESCO-Weltkulturerbe. Doch auch sie sind bedroht, durch Erosion, Klimawandel und unachtsame Eingriffe des Menschen. Umso beeindruckender ist es, dass diese uralten Botschaften überhaupt noch existieren und uns heute genauso faszinieren wie damals.
Wer einmal über die Linien geflogen ist oder von einem Aussichtsturm aus einen Blick erhascht, versteht schnell, die Wüste von Nazca ist nicht leer. Sie erzählt eine Geschichte. Wir müssen sie nur noch entschlüsseln.



Wir begnügen uns mit den Aussichtstürmen. Von der Hauptstraße geht es immer wieder Stichstraßen zu den Aussichtspunkten. Auch wenn wir die wirklich großen und beeindruckenden Figuren nicht sehen können, selbst die kleinen lösen direkt eine Faszination aus.
Schlafen tun wir schlussendlich direkt neben der „Katze“. Eine kleine Figur, die direkt in einen kleinen Hügel gearbeitet wurde. Der Hügel ist an sich ebenfalls ein Punkt, von dem einige Linien weg gehen. Die Linien sind so gerade, als hätte man sie zuvor mit einem Laser vermessen und gekennzeichnet und verschwinden am Horizont.


Lasst den Höllenritt durch die Berge beginnen:
Ab jetzt geht es wieder in die Berge. Die nächsten beiden Etappen legen wir etwas kürzer, da wir sonst mal wieder direkt von null auf 4000 hm hoch müssten. Greeny schleppt sich die ersten 2500 Meter nach oben und wir schlafen neben riesigen Kakteen. Mal wieder ein Ort, der eine Magie ausstrahlt. Wir können nicht sagen, was es ist, stehen wir doch direkt neben Bauschutt und um uns herum ist nichts als verdorrtes Steppengras und die paar Kakteen. Und vielleicht gerade das macht diesen Ort so magisch.

Am nächsten Tag geht es 120 km weiter durch die Berge auf 3500 hm. Es ist die Hauptverbindung zwischen Lima und Cuzco. Das merken wir direkt an den vielen Reisebussen und Trucks. Greeny gibt alles, um mit ihnen mitzuhalten. In der Höhe, merken wir mal wieder, dass wir wohl mal wieder Sprit erwischt hatten, mit einer niedrigeren Qualität. Stunde um Stunde schrauben wir uns immer mit Vollgas die Berge hoch. Wir müssen erst über 4000 hm einen Pass überqueren bevor es wieder heruntergeht. In den Kehren nutzen wir fleißig unsere Hupen. Manch ein Trucker merkt, dass wir kommen, anderen ist es egal. So passiert es nicht nur einmal, dass wir in einer engen Kehre eine Vollbremsung hinlegen, da uns ein LKW mitten auf der Straße entgegenkommt und ausweichen nur mit einem Sprung in die tiefe möglich wäre. Allgemein muss man sagen, auch wenn den weg einige Kreuze von verunglückten säumen, wundert es uns, dass hier nicht viel mehr Fracks in der tiefe liegen. Überholt wird immer und wenn es nur 1 km/h schneller geht. Man muss sich eine Bergstraße vorstellen, links geht es senkrecht hoch, rechts geht es senkrecht runter unendlich viele Kurven und eine Sichtweite von maximal 100 Meter. Unter dieser Bedingung ist es aber ganz normal, das LKWs überholen. Gerade aus dieser selbstmörderischen Einstellung der Trucker, treiben wir Greeny an seine absolute Belastungsgrenze. Durch die Höhe passt die Verbrennung nicht mehr und wir hinterlassen, wie alle anderen Fahrzeuge auch, eine schwarze Fahne, die erst abbricht, wenn es mal wieder ein Stück nach unten geht. In einem kleinen Geschäft kaufen wir noch wunderschöne Feigen, Äpfel und ein paar Kartoffeln. Die Verkäuferin ist gefühlt eine Uralte aber unendlich liebenswerte Frau. Geschlafen wir oberhalb einer kleinen Stadt. In der Nacht füllt sich der Parkplatz mit unzähligen Trucks, die aber im Morgengrauen schon wieder aufbrechen.



Es stehen einige Termine an, also treiben wir Greeny weiter zur Höchstleistung an. 280 km geht es durch die Gebirgsstraßen. Als der Anstieg endlich auf über 4500 hm geschafft ist, eröffnet sich eine für uns unbeschreibliche Schönheit. Weder auf Bildern, noch auf Video kann es festgehalten werden. Wir entscheiden uns, selbst eine Beschreibung kann es nicht einfangen. Wir lassen euch aber trotzdem noch ein paar Alpaka Bilder hier, doch den Rest müsstet ihr euch, wenn selbst ansehen.
Greeny schnurrt mit seiner stetigen kleinen schwarzen Puffwolke durch die wundervolle Landschaft. Wir sind uns sicher, er wird uns auch noch ans Ende der Welt bringen, wo auch immer das sein mag.



Nach einigen Stunden geht es dann wieder etwas runter. Unseren Schlafplatz, ein kleines Camping, ist für uns leider nicht erreichbar, so entscheiden wir uns für die nächste Tankstelle. Nach 9 Stunden fast durchgehender Fahrt, sind wir froh als wir diese endlich in der Abenddämmerung erreichen.

Ab geht´s nach Cuzco:
Heute geht’s nach Cuzco! 200 km trennen uns noch vom Ziel. Es wäre kein Problem gewesen, wenn nicht die Region durch den exorbitanten Tourismus ausgebeutet werden würde. Ein Protest der Einheimischen und indigenen Bevölkerung, lassen alles zum Erliegen kommen. Wir stehen sehr weit hinten. Wir machen es uns gemütlich. Wäre ja nicht das erste Mal, dass wir in der Situation sind. Nach ca. 3 Stunden geht es langsam weiter. Wir sehen Felsen, die auf die Straße gewuchtet wurden, Bauschutt, brennende LKW-Reifen und vieles mehr. Die Bevölkerung möchte durch diese Proteste darauf aufmerksam machen, dass Sie sich durch die Touristen nichts mehr leisten können, denn alles ist exorbitant teuer.


Es sind noch 100 km und die Sonne geht bald unter. Es liegen noch ein paar Schlafplätze auf dem Weg, doch wir entscheiden uns auch wegen eines wichtigen Termins, durchzufahren. Plötzlich sind wir die schnellsten. Mit atemberaubendem Toppspeed von 95 km/h jagen wir mit Greeny durch die Kurven, Ortschaften und durch die Prärie. Nichts kann uns aufhalten. Es ist bereits Nacht, als wir in Cuzco den Stau wieder einholen. Wir wussten, dass Cuzco nicht klein ist, aber zu unserer Verwunderung stellen wir fest, es ist riesig. Mühsam schleichen wir durch die engen Gassen. Bis wir endlich mitten in der Nacht am Campingplatz ankommen.
Hier trifft sich so gut wie jeder Reisender, der von oben oder unten kommt. Es gibt hier nämlich nur einen Campingplatz.
Als uns Mili in das Tor lässt, staunen wir nicht schlecht. Auf dem Platz, der sich über 3 Ebenen erstreckt, stehen mindestens 100 Fahrzeuge. Von kleinen Geländewagen bis hin zum riesigen Expeditionstruck. Wir sind einfach nur froh, einen Platz zu bekommen, und fallen müde ins Bett.



Nächste Woche erkunden wir dann Cuzco und bereiten uns auf die Hauptattraktion vor.
Also bleibt dran und bis nächste Woche!
Hasta pronto,
Anna und Michi
