Woche 146: Soziale Kontakte, Inti Raymi und endlich wieder auf Achse
Woche 146: Soziale Kontakte, Inti Raymi und endlich wieder auf Achse

Woche 146: Soziale Kontakte, Inti Raymi und endlich wieder auf Achse

Wow, ging diese Woche schnell vorbei.

Wir wissen ehrlich gesagt gar nicht so richtig, wo wir hingucken sollen. Es ist einfach so viel passiert. Während wir mit unseren Erdinger Nachbarn die Nächte um die Ohren schlagen, schaffen sie es gleichzeitig, uns morgens um vier Uhr wieder wach zu bekommen.

Warum?

Damit wir pünktlich unten in der Stadt stehen und uns die Zeremonie zum Inti Raymi anschauen können.

Inti Raymi ist das berühmte Sonnenfest der Inka und eines der wichtigsten Feste in Cusco. Es wird jedes Jahr im Juni gefeiert und erinnert an die Verehrung der Sonne, die für die Inka eine zentrale Rolle gespielt hat. Heute ist es eine riesige kulturelle Feier mit traditionellen Kostümen, Musik, Tänzen und Zeremonien.

Und so stehen wir also morgens auf unseren Plastikstühlen, auf den kleinen Bancas, die man hier für 10 Soles mieten kann, und fotografieren und filmen wie die Weltmeister.

Gleichzeitig merken wir aber auch: Unsere Zeit in Cusco nimmt so langsam ein Ende.

Also kaufen wir jetzt doch noch die Souvenirs, die wir die ganze Zeit vor uns hergeschoben haben. Wir suchen noch ein paar Museen raus und laufen so lange durch die Stadt, bis uns die Füße wehtun. Wir genießen noch einmal gutes Essen, schlendern durch die Straßen und versuchen, die letzten Tage in Cusco bewusst mitzunehmen.

Und seit gestern sind wir tatsächlich wieder auf Achse.

Wenn wir ehrlich sind, waren wir ein bisschen unvorbereitet. Seit dieser Woche haben wir zwar die Erlaubnis, wieder mit Greeny fahren zu dürfen, aber die endgültige Verlängerung haben wir immer noch nicht. Trotzdem haben wir beschlossen, schon mal loszufahren.

Unser erstes Ziel: die Salinas de Maras.

Und genau hier stehen wir jetzt.

Wir durften sogar direkt hier übernachten und sind heute Morgen mit einem traumhaften Blick über die Salinas aufgewacht.

Die Salinas de Maras sind terrassenförmig angelegte Salzbecken in der Nähe von Cusco. Aus einer salzhaltigen Quelle wird Wasser in die kleinen Becken geleitet, wo es durch die Sonne verdunstet und das Salz zurückbleibt. Genutzt werden diese Salzterrassen schon seit Jahrhunderten und sie sehen einfach unglaublich besonders aus.

In den nächsten Tagen wollen wir uns noch ein paar archäologische Stätten rund um Cusco anschauen, bevor es weiter Richtung Titicacasee geht.

Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Wobei, ganz ehrlich: So viel Zukunftsmusik vielleicht auch wieder nicht.

Denn da sich die Lage in Bolivien momentan wieder besser anfühlt, haben wir uns tatsächlich dazu entschieden, doch schon durch Bolivien zu fahren. Und damit haben wir plötzlich schon wieder ein bisschen Zeitdruck.

Ihr werdet jetzt wahrscheinlich lachen.

Wir schwanken gefühlt ständig zwischen: „Wir haben alle Zeit der Welt“ und „Okay, wir müssen jetzt aber wirklich langsam weiter.“

Aber irgendwie gibt es auf so einer Reise eben doch immer wieder Termine oder Punkte, an die man sich halten muss. Mal sind es Visa. Mal Regenzeiten. Mal Besuch, der irgendwo ankommt. Mal eine Fahrzeugverlängerung, auf die man wartet.

Und genau deshalb versuchen wir jetzt, noch ein bisschen was in Peru abzuhaken, bevor es dann hoffentlich, ganz, ganz hoffentlich, nach Bolivien geht.

Aber wie immer gilt: Pläne sind bei uns eher grobe Richtungen.

Und manchmal kommt am Ende sowieso alles anders.

Ein paar Bilder vom Sonnenfest der Inkas, bei Interesse an weiteren Bilder, schreibt uns gerne!

Ein Kommentar

  1. Maria Krämer

    Hallo Anna und Michi, die Bilder vom Inti Raimi-Fest sind einfach umwerfend!!
    Wie gut, dass ihr pünktlich dort wart. Wir waren in Ecuador in einer Incastadt und kennen die Kostüme. Aber das war nicht so hoch in den Anden. Und gerade die Höhe ist auch das spektakuläre. Alles Gute, Maria

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